Datenmonetarisierung verstehen, nutzen und ausbauen

Plattformökonomie für Industrieunternehmen

Lieferengpässe. Rohstoffknappheit. Umsatzeinbrüche. Sie können es nicht mehr hören? Gut, wir auch nicht! Wir blicken lieber nach vorn. Gerne gemeinsam mit Ihnen. Deshalb stellen wir Ihnen heute die Plattformökonomie vor – ein serviceorientiertes Geschäftsmodell für die Datenmonetarisierung. Warum Sie das interessieren sollte? Ganz einfach: Die Plattformökonomie bietet Ihrem Unternehmen viele Vorteile. Es wird resilienter, profitiert von einer echten Kundenbindung und erschließt neue Umsatzpotenziale. Zumindest dann, wenn Sie es richtig anpacken. Wie das geht? Das erklären wir Ihnen jetzt!

   

Was ist eine Plattformökonomie?

Verkaufen Sie E-Books über Amazon? Schauen Sie Serien auf Netflix oder handeln Sie über einen Online-Broker mit Aktien? Dann nutzen Sie bereits digitale Plattformen. Genau wie Millionen andere Menschen auch. Die Plattformökonomie ist damit so etwas wie das herausragende Geschäftsmodell des digitalen Zeitalters. Ein Geschäftsmodell, das in fast unendlich vielen Varianten existiert. Beispiele sind Social-Media-Plattformen wie Facebook, digitale Marktplätze wie Airbnb oder Industrieplattformen, die im Maschinenbau eingesetzt werden. Doch so unterschiedlich die einzelnen Ausprägungen der Plattformökonomie auch sein mögen. Im Mittelpunkt steht immer die Monetarisierung von Daten. Denn Daten sind der wertvollste Rohstoff unserer Zeit.

  

Wie funktioniert die Plattformökonomie?

Digitale Plattformen haben zwei Seiten – eine technische und eine organisatorische. Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), das Internet of Things (IoT) oder Cloud-Computing sorgen dafür, dass die Plattform existiert und als Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden oder Partnern genutzt werden kann – etwa über ein Userinterface. Der organisatorische Aspekt beschreibt den Zweck der Plattform und die Art, wie sie genutzt wird. Sollen Prozesse effizienter gestaltet, Maschinendaten ausgetauscht oder Produkte verkauft werden? All das und vieles mehr ist möglich. Der Fokus liegt dabei immer auf digitalen Services, die über die Plattform gebündelt, angeboten und abgerufen werden können.

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„Mit der Plattformökonomie verschaffen Sie Ihrem Unternehmen ein stabiles Fundament, auf dem es gesund wachsen kann und machen es durch digitale Services fit für die Zukunft.“

Christian Jandl – Leiter Business Development & Marketing der ACP Holding Digital AG

   

Welche digitalen Services gibt es?

Sie ahnen es: Die Vielfalt an digitalen Services ist enorm. Für ein besseres Verständnis nennen wir hier drei Beispiele aus der Industrie, die bereits häufig und vor allem sehr erfolgreich eingesetzt werden.

  • Predictive Maintenance: Ungeplante Stillstände sind teuer und verärgern den Kunden. Damit es nicht so weit kommt, werden bei der vorausschauenden Wartung Maschinendaten gesammelt und ausgewertet. Anhand dieser Daten lässt sich ablesen, wann die nächste Wartung ansteht und auch, zu welchem Zeitpunkt ein Ausfall der Maschine wahrscheinlich wird. Das spart Zeit, Geld und verhindert eine schlechte Reputation durch verzögerte Produktionsprozesse.
  • Equipment as a Service: Bei diesem digitalen Service verkaufen Sie Ihre Maschinen nicht, sondern stellen sie dem Kunden gegen eine Gebühr zur Verfügung – inklusive Wartung und Ersatzteilmanagement. Vereinfacht gesagt, wird die Maschine hier selbst zum Service. Die Vorteile von EaaS: Ihre Kunden bleiben liquide, profitieren von höheren Restwerten und verschaffen Ihnen auch langfristig planbare Umsätze.
  • Digitale Ersatzteilbestellung: Fehlbestellungen, lange Lieferzeiten und hohe Kosten sind typisch für eine ineffiziente Ersatzteilbestellung. Die Zeiten, in denen Ihr Team in dicken Katalogen nach der passenden Komponente suchen musste, sind aber zum Glück vorbei. Denn dank digitaler Services wie dem Visual Components Detector können Sie mithilfe von KI, IoT und anderen Technologien Ersatzteile sicher identifizieren und direkt über eine App bestellen. Einfach. Mobil. Effizient.

Wie gesagt: Die Bandbreite an digitalen Services ist groß. Auch ihr Nutzen ist vielseitig. So können Sie mit einigen Services Daten direkt monetarisieren, während andere Services durch Effizienzsteigerungen Kosten einsparen – etwa beim Energieverbrauch.

Facts & Figures: Welche Bedeutung haben digitale Services?

  • Mit Amazon, Apple, Google, Facebook und Microsoft erwirtschaften die fünf größten Plattformunternehmen mehr als 4,5 Billionen Euro. Das ist rund eine Billion Euro mehr als das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2019.
  • Bis zum Jahr 2025 wird mit der Vermietung von Maschinen ein Jahresumsatz von rund 13 Milliarden Euro erwirtschaftet – allein in Deutschland.
  • Hierzulande werden 20 Prozent der Umsätze mit Services generiert. Diese sind für 60 Prozent des Gewinns verantwortlich.
    

Welche Vorteile hat die Plattformökonomie?

Wenn Sie diese Zeilen lesen, läuft Ihr Geschäft vielleicht gerade richtig gut. Möglicherweise machen Sie Rekordumsätze, haben neue Kunden akquiriert oder einen Wettbewerber abgehängt. Glückwunsch! Warum also sollten Sie ein funktionierendes Geschäftsmodell ändern? Die Antwort ist einfach: Sie müssen das gar nicht. Im Gegenteil: Bleiben Sie dabei – und ergänzen Sie es durch digitale Services. Denn nur weil Ihr bestehendes Geschäftsmodell läuft, sollten Sie die Vorteile der Plattformökonomie nicht links liegen lassen. Hier die drei wichtigsten Vorzüge auf einen Blick:

Vorteil 1: Ihr Unternehmen wird resilienter

Beständig ist nur der Wandel. Dies gilt besonders für die wirtschaftliche Entwicklung. Ziel muss es sein, dass Ihr Unternehmen diesen Entwicklungen nicht hilflos ausgeliefert ist und orientierungslos durch Wind und Wetter segelt. Sie wollen das Steuerruder selbst in die Hand nehmen. Daher sollten Sie zunächst Ihr Unternehmen flott machen. Digitale Services helfen Ihnen dabei. Ein Beispiel ist der interne Einsatz digitaler Plattformen. Diese können von den verschiedenen Fachabteilungen genutzt werden, um kosteneffizienter zu arbeiten. Für die Verwendung der digitalen Services auf der Plattform beteiligen sich die Abteilungen anschließend über interne Umlagen oder eine Weiterrechnung an den Kosten für die Plattform und die Services.

Die Abteilungen werden so zum „internen Kunden“ der Plattform. Vergleichen Sie anschließend gerne die Kosten für die Plattformservices mit den Kosten, die Sie durch optimierte Prozesse intern eingespart haben. Wir sind sicher, dass Sie positiv überrascht sein werden. Und: Haben Sie den digitalen Service intern bereits optimiert, steht das Tor zur globalen Vermarktung mitunter schon offen. Denn das Problem, das sie gelöst haben, kennen sicher auch andere Unternehmen, die für die Lösung gerne bezahlen. Durch eine datengesteuerte Entscheidungsfindung verstehen Sie zudem früher als der Wettbewerb, in welche Richtung sich der Markt entwickelt und können wesentlich flexibler agieren. Digitale Plattformen bieten zudem eine moderne Sicherheitsarchitektur, mit der Sie Compliance-Risiken minimieren und einen Imageschaden verhindern können. Auch das steigert die Resilienz Ihres Unternehmens.

Vorteil 2: Sie generieren neues Wachstum

Richtig eingesetzt, sorgen die Plattformökonomie und digitale Services für einen echten Innovationsschub im Unternehmen. Moderne Technologien und verbesserte Prozesse decken bisher unbekannte Probleme auf und helfen Ihnen, Herausforderungen zu lösen. Wenn diese Hürden wegfallen, generiert Ihr Unternehmen fast automatisch neues Wachstum. Ist die Plattform einmal eingerichtet, kann sie problemlos skaliert und durch Netzwerkeffekte stetig weiter ausgebaut werden. Dieser Vorteil bezieht sich nicht allein auf den deutschen Markt. Auch international können Sie mit digitalen Services viel leichter durchstarten und sich neue Märkte erschließen. Das Ergebnis ist ein exponentielles Wachstum und ein wichtiger Vorteil im Wettbewerb – in Deutschland und weltweit.

Vorteil 3: Sie profitieren von planbaren Umsätzen

In jedem Unternehmen gibt es gute und weniger gute Monate. Das sorgt für Unsicherheit und verhindert oft wichtige Investitionen, die sich erst langfristig auszahlen. Mit der Plattformökonomie ist diese Unsicherheit Vergangenheit. Denn die digitalen Services verschaffen Ihnen völlig neue Einnahmequellen, die für wiederkehrende und planbare Umsätze sorgen. Sie binden Kunden nachhaltig an Ihr Unternehmen und können wesentlich genauer vorausplanen. Datenanalysen verschaffen Ihnen zudem fundierte Einblicke in die Bedürfnisse Ihrer Kunden und die Möglichkeit, personalisierte Angebote und Services zu entwickeln. Durch die Plattformökonomie nutzen Sie so das volle Potenzial neuer Technologien für die Kundenbindung und lassen die Konkurrenz ganz schön alt aussehen.

    

Wie sinnvoll sind digitale Plattformen für den Maschinenbau?

Digitale Services generieren Daten. Diese Daten wiederum ermöglichen neue Services. Ein Kreislauf, der gerade für die Maschinenbaubranche interessant ist. Denn moderne Maschinen und Anlagen sind mit zahllosen Sensoren ausgestattet, die über das Internet of Things mit anderen Systemen vernetzt sind. So sammelt jedes Maschinenbauunternehmen und auch der Maschinennutzer riesige Datenmengen, die über die Plattformökonomie sinnvoll genutzt werden können. Die Vorteile liegen hier nicht nur in einem höheren Wachstum, sondern auch in besseren Margen und einem umweltfreundlicheren Betrieb. Natürlich ist die Maschinenbaubranche nur ein Beispiel. Denn es gibt kaum einen Wirtschaftszweig, der nicht von der Plattformökonomie profitiert. Das haben auch die Europäische Union und die Industrieverbände erkannt, die sich verstärkt dem Thema digitale Services widmen und die Datenmonetarisierung mit Initiativen wie der Manufacturing-X vorantreiben möchten.

Ihr Einstieg mit dem Monetarisierungs-Canvas

Sie fragen sich, ob die Plattformökonomie sinnvolle Potenziale für Sie birgt? Dann ist unser Workshop genau das Richtige für Sie! Erfahren Sie, ob und wie Sie Ihre Fähigkeiten in profitable Einnahmequellen verwandeln können.

   

Was bedeutet der EU Data Act für mein Unternehmen?

Wer sich mit der Plattformökonomie, digitalen Services und der Datenmonetarisierung beschäftigt, stößt irgendwann auf das Thema EU Data Act. Konkret handelt es sich dabei um ein Gesetzesvorhaben der EU-Kommission über das Unternehmen und Verbraucher leichteren Zugang zu Daten aus Maschinen und Anlagen erhalten sollen. Denn laut EU-Kommission würden rund 80 Prozent der Daten aus der Industrie aktuell nicht genutzt und der heimischen Wirtschaft entgehe so ein Umsatzpotenzial von rund 270 Milliarden Euro. Klingt etwas schwammig? Das ist es auch. Denn bisher ist weder klar, wann das Gesetz genau kommen wird, noch welche Vorgaben, Regeln und Bestimmungen es enthalten wird. Der EU Data Act zeigt aber schon jetzt, dass die Datenmonetarisierung ein Thema ist, das in Zukunft ganz vorne auf der Agenda stehen wird. Eine Entwicklung, die Ihr Unternehmen nicht verschlafen sollte und ein weiteres Argument, sich intensiv mit der Plattformökonomie zu beschäftigen.

   

Plattformökonomie: Wie fangen wir an?

Sicher nutzen Sie bereits zahlreiche digitale Technologien. Vielleicht sind Sie aber dennoch skeptisch, ob Sie den Einstieg in die Plattformökonomie wagen wollen. Möglicherweise sind Sie auch längst vom Nutzen digitaler Services überzeugt, wissen aber noch nicht so recht, wie die Umsetzung im eigenen Unternehmen gelingen kann. Wir können Sie beruhigen. Alles, was Ihr Unternehmen braucht, ist eine gute Planung , eine kompetente Beratung und den Willen, das Thema wirklich voranzutreiben.

Brauchen wir konkrete Use Cases?

Falls Sie bereits eine Vorstellung für die Anwendung der Plattformökonomie haben, ist das natürlich von Vorteil. Eine Voraussetzung ist es aber nicht. Denn bei der ACP begleiten wir Sie von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Das bedeutet: Wir helfen Ihnen auch dabei, brauchbare Use Cases auszuarbeiten und dann Schritt für Schritt in die Tat umzusetzen. Dabei arbeiten wir nicht mit Schablonen, sondern entwickeln Lösungen, die exakt auf Ihr Unternehmen und seine Ziele zugeschnitten sind. Dank unserer Erfahrung gehen wir dabei sehr effizient vor, sodass sich die Aufwände in Grenzen halten.

Muss sich mein Team bereits mit der Plattformökonomie auskennen?

Gerade in größeren Unternehmen existieren häufig Fachbereiche für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie eine kompetente IT-Abteilung, die die Vorteile der Plattformökonomie und digitaler Services schätzen kann. Das ist wichtig, denn als Inhaber oder Geschäftsführer müssen Sie eine Person benennen, die das Thema intern vorantreibt und überzeugend vertritt. Diese Person ist für uns zudem ein Partner, mit dem wir bei der Umsetzung eng zusammenarbeiten. Natürlich unterstützen wir den oder diejenige dabei und agieren wie ein Inhouse-Team , das sich Ihre Ziele zu eigen macht.

„Mit uns kommen Sie vom Kennen ins Können.“
Christian Jandl – Leiter Business Development & Marketing der ACP Holding Digital AG

Warum ist die ACP Digital der richtige Partner für uns?

Bei der ACP Digital beschäftigen wir uns seit Jahren mit der Plattformökonomie, digitalen Services und der Datenmonetarisierung. Wir begleiten Unternehmen aus ganz verschiedenen Branchen bei der Umsetzung und haben so einen einzigartigen Erfahrungsschatz, den wir gerne mit Ihnen teilen. Die Beratung allein macht aber noch nicht den Unterschied. Was uns wirklich auszeichnet, ist die intensive Begleitung über alle Phasen hinweg. Von der Entwicklung passender Use Cases über das Coaching Ihrer IT bis hin zur finalen Integration der Plattformökonomie mit den für Sie sinnvollen digitalen Services stehen wir für eine ganzheitliche, transparente und ergebnisorientierte Zusammenarbeit. Denn für uns sind Sie mehr als ein Kunde. Sie sind ein Partner. Und eine gute Partnerschaft basiert immer auf Vertrauen – auch im digitalen Zeitalter.

Sie wollen die ersten Schritte auf dem Weg in die Plattformökonomie gehen? Sie haben Fragen zum Nutzen digitaler Services und wie Sie diese in Ihr Unternehmen einbinden? Wir beraten Sie gerne persönlich und freuen uns auf Ihren Anruf oder eine Nachricht.

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